Klasse 8: Berufsvorbereitung - Die Firma AltinaRede zur Gründung der Firma Altina am 22. Dezember 2011 als .pdf-Datei. Rede zur Gründung der Firma Altina am 19. Dezember 2008 als .pdf-Datei. Im 8. Schuljahr geht es vor allem um Berufserkundung und Berufsfindung. Wir gründen in Klasse 8, wenn der Klassenlehrer und Techniklehrer sich dafür entscheiden, eine Firma und produzieren unter marktwirtschaftlichen Bedingungen Waren und vertreiben diese. Nach einer Marktanalyse wechseln die Produkte von Jahr zu Jahr. Dabei werden alle Bereiche betrieblichen und un-ternehmerischen Handelns von den Schülern durchgespielt bzw. "handgreiflich" erlebt. Planspielwirklichkeit und betriebliche Wirklichkeit im zweiwöchigen Betriebspraktikum werden miteinander verglichen. Betriebsräte, Gewerkschaftler, Designer, die Berufsberaterin und andere Experten unterstützen und beraten die Schüler bei innerbetrieblichen Fragen, bei Betriebsratssitzungen, Betriebsversammlungen, bei der Gewerkschaftsarbeit und bei der Herstellung des Werbeprospektes, aber auch bei der Bewerbung um ihre Lehrstellen. Beispiel eines integrierten Stoffverteilungsplanes der Firma Altina als .pdf-Datei. |
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Alle Schüler/innen sind in der Klassenstufe 8 Arbeiter/innen in der schuleigenen Firmen ALTINA. Sie sollen in der Übungsfirma mehr Einblick in die Praxis des Berufslebens bekommen. Wir thematisieren betriebliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen, produzieren unter marktwirtschaftlichen Bedingungen Waren und verkaufen diese. Über die in der Lehrplaneinheit "Orientierung in Berufsfeldern" vorgegebenen Fächer Wirtschaftslehre, Hauswirtschaft/Textiles Werken und Technik hinaus, integrieren wir in die Firmenprojekte je nach Bedarf Mathematik, Deutsch, Geschichte und Musik. Firmenorganisation/MarktanalyseDie Firma ALTINA produziert ihre Waren in Serienfertigung. Die Produkte wechseln nach einer Markanalyse teilweise von Jahr zu Jahr. Es gibt verschiedene Abteilungen und Aufgabenbereiche in unserem Betrieb: Einkauf, Produktion, Verkauf, Personal und Finanzen. Firmengründung/WerbungDie Firma wird im Rahmen eines Stehempfangs und mit einer Rede der Firmenchefin gegründet. Ein Graphik Designer berät beim Firmenlogo, dem Flyer und den Werbeplakaten. Prototyp/Kalkulation/ProduktionEs werden technische Zeichnungen und Modelle gefertigt. Für die Serienfertigung wird ein Fließdiagramm entworfen, sowie Vorrichtungen und Schablonen für die einzelnen Arbeitsplätze der Fließstraße entwickelt. Finanz- und RechnungswesenDer Abteilungsleiter des Rechnungswesens beantragt beim Elternbeirat der Schule einen Kredit. Die Buchhalter/innen haben die Verfügungsgewalt über das Konto bei der Bank. Es werden Berufs- und Arbeitsplatzbeschreibungen gefertigt, die Berufe in Lohngruppen eingeteilt, Bewerbungsschreiben und Lebensläufe verfasst. Die angehenden Arbeiterinnen und Arbeiter stellen sich bei der Geschäftsleitung vor. Firmeneigenes Geld wird hergestellt, Löhne ausbezahlt und in Lohnlisten eingetragen. Die Arbeitnehmer können damit in die Kantine zum Essen gehen oder im firmeneigenen Kiosk Waren einkaufen. Am Ende des Firmenprojektes wird eine Bilanz erstellt, der Betrieb liquidiert und der Gewinn ausgeschüttet. MitbestimmungDie Arbeitnehmer/innen gründen einen Betriebsrat und führen Betriebsversammlungen durch. BeraterBetriebsratsvorsitzende, Kreisvorsitzender der Gewerkschaft, Berufsberaterin, Eltern, Vertreter der Industrie- und Handelskammer, Filialleiter Bank, Graphik Designer, Unternehmensberater In der Vergangenheit stellten wir Fledermauskästen, Karteikästchen, Schreibtischablagen, Stapelboxen, Zeitungsbündler und Folienbuttler her. Der Vertrieb geht über den Postweg, private PKWs oder über Gemeinde Ammerbuch. Wir werben auf Plakaten, im Gemeindeboten und durch Flyer (Bestellscheine). Die Menge der bestellten Waren steht schon vor der Produktion fest. |
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Kurzbeschreibung des berufsvorbereitenden KonzeptesDer Lehrplan von Baden-Württemberg für die Hauptschule sieht in der Klassenstufe 8 den Unterrichtsbereich Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT) mit der verbindenden, fächerübergreifenden Lehrplaneinheit "Orientierung in Berufsfeldern" (OiB) vor, um die Hauptschüler und Hauptschülerinnen auf die Berufswahl und das Berufsleben thematisch und praktisch vorzubereiten. Die Schüler sollen in diesem Unterricht verschiedene Berufe kennen lernen, Kriterien für die Berufswahl an die Hand bekommen, einen Überblick über die beruflichen Möglichkeiten erhalten, die Berufsberatung sinnvoll nutzen und zu einer auf sie zugeschnittenen Berufsentscheidung gelangen. Die Fächer Wirtschaftslehre/Informatik, Deutsch, Hauswirtschaft/Textiles Werken und Technik wirken hier zusammen. Es werden Tagespraktika, je ein Betriebspraktikum in Klasse 8 und 9, zwei Berufsinformationstage für Schüler/innen und Eltern durchgeführt und Gespräche mit der zuständigen Berufsberaterin geführt. Seit über 13 Jahren gründen wir in Klasse 8 schuleigene Firmen, die den Schülerinnen und Schülern mehr Einblick in die Praxis des Berufslebens geben und Erfahrungen mit betrieblicher Arbeit und dem sozialen Umgang der Menschen im Berufsalltag vermitteln sollen. Wir thematisieren betriebliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen und produzieren und verkaufen Waren unter marktwirtschaftlichen Bedingungen. Wir lassen in Form eines Planspiels eine betriebliche Wirklichkeit entstehen, die es den Schülern ermöglicht, innerbetriebliche Strukturen zu durchschauen, Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Abteilungen, betriebliche Mitbestimmungsmöglichkeiten und die gewerkschaftliche Vertretung von Arbeitnehmerinteressen kennen zu lernen und im Planspiel anzuwenden. Alle Bereiche des betrieblichen und unternehmerischen Handelns sollen von den Schülern im Sinne einer Simulation durchgespielt und erlebt werden. Es geht dabei um den Versuch, das Marktgeschehen so weit wie möglich zu erfassen. Wir arbeiten in diesem Projekt eng mit wechselnden Experten zusammen: mit einer Rhythmiklehrerin, einem Unternehmensberater, einem Jugendvertreter von IG Metall, des DGB Kreisverbandes Stuttgart (Bewerbertraining "Ready-Steady-Go"), einem Grafik-Designer, einem Betriebsratsvorsitzenden der Daimler Benz AG, einer TQ Managerin, dem Leiter der Volksbank Ammerbuch und der Berufsberaterin des Arbeitsamtes Tübingen. Ziele unseres berufsvorbereitenden und berufsbegleitenden Konzeptes:
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Schlüsselqualifikationstraining - Projekt AdventureBei dem Schlüsselqualifikationstraining nach dem Ansatz von "Projekt Adventure" geht es uns darum, die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler paralell zum Firmenprojekt zu stärken und sie für die Bewältigung des Lebensalltages und der sozialen Anforderungen im Beruf zu befähigen. Gefördert werden insbesondere Kommunikations-fähigkeit, gegenseitiges Vertrauen, Verantwortungsbewusstsein, Kritikfähigkeit und die Sensibilisierung für eigenes und fremdes Verhalten. Zuerst wurde ein Wertevertrag abgeschlossen, danach in jeweils einer Doppelstunde unterschiedliche Erlebniswellen mit steigendem Schwierigkeitsgrad durchgeführt: Interaktionsübungen Elektrischer Draht, Trapezsprung, Tauzielsprung, Gehaltene Leiter, Wild Woosy - Vertrauensfall, die Fahrt mit dem Boot im Ammerkanal, Dangle Doo und die Erkundung der Gustav-Jakobshöhle. Diese Erfahrungen wirkten sich der sich sehr positiv auf die Gruppenatmosphäre, die Kooperation und Kommunikation untereinander aus. Durch die Möglichkeit, die Aufgaben und Herausforderungen nach persönlicher Einschätzung anzugehen, blieben Enttäuschungen und Versagen aus und das Selbstwertgefühl erfuhr eine deutliche Stärkung. Der gegenseitige Umgang zwischen Jungen und Mädchen wurde merklich sensibler. Dies zeigte sich vor allem darin, dass sie bereit waren, sich gegenseitig zu helfen, zu unterstützen und zu halten. |
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weiterführende Links |
Wir sind dabei! Girls Day Bericht Girls Day vom 23.04.2009 (pdf) |