Mitbestimmung

Schülerversammlung

Eine unserer zentralen Einrichtungen ist die Schülerversammlung. Sie bezieht zu Problemen, Schwierigkeiten und Fragen auf Klassenebene aber auch klassenübergreifend Stellung. Sie findet regelmäßig einmal in der Woche zu einem festgesetzten Zeitpunkt statt. Bei schwerwiegenden Konflikten kann sie von jedem Schüler und jeder Schülerin oder Lehrer sofort einberufen werden.

Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass Kinder, die mit Problemen, Sorgen und Ängsten belastet sind, sich inhaltlichem Lernen nicht wirklich öffnen können. Darüber hinaus sollten Kinder in der Schule prinzipiell lernen, wie Probleme innerhalb und außerhalb des Unterrichts erkannt, besprochen und gelöst werden können. Alle Konflikte, die an einem Schulvormittag entstehen, können hier angesprochen werden: vom Anspucken, Schlagen, Beschimpfen, sich ungerecht behandelt fühlen, Diebstähle bis hin zu sexistischem und ausländerfeindlichem Verhalten.

Sie dient auch der Selbstorganisation einer Klasse: Da geht es darum, dass der Ordnungsdienst nicht eingehalten wurde, dass im Fachunterricht Papierschnitzel und Kaugummis unter den Bänken liegengeblieben sind, dass Papierschiffe im Aquarium schwimmen und dass mit den Büchern ordentlicher umgegangen werden muss, da werden aber auch Klassenfeste und Partys geplant und organisiert. Die Sitzungen werden von den Schülerinnen und Schülern nach festgelegten regeln selbst geleitet. Der Vorsitz und die Protokollführung wechseln von Versammlung zu Versammlung. Schüler wie Lehrer haben nur eine Stimme. Ziel jeder Versammlung ist eine sinnvolle Handlung. Der Versammlungsleiter oder eine bestimmte Gruppe gewährleisten die Umsetzung der Beschlüsse. Es gilt das Prinzip der Wiedergutmachung, nicht das der Strafe.

 

Schülerversammlung

 

 

Ablauf einer Schülerversammlung
Ablauf einer Schülerversammlung als pdf-Datei