Das Altinger Konzept ist kein starres Modell, sondern ein Schulcurriculum, das ständig fortgeschrieben wird und damit auch Evaluationsinstrument unserer Arbeit. Es nimmt Elemente aus der pädagogischen und didaktischen Tradition und Gegenwartsdiskussion auf und verwirft solche, die nicht mehr zeit- oder kindgemäß sind. Es reagiert auf Veränderungsprozesse innerhalb der Wirklichkeit von Kindern und Jugendlichen, der Bildungspolitik, der Gesellschaft, der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes, jedoch mit der grundlegenden Forderung, dass Schule immer ein geschützter Schon-, Arbeits- und Erfahrungsraum mit allgemeinbildendem, erzieherischem und pädagogischem Auftrag bleiben muss. Durch ein lebendiges und organisches Zusammenspiel von Unterrichtsmethoden, Unterrichts- und Begegnungsformen fordern und fördern wir Kinder nicht nur intellektuell, sondern messen Erleben, Handeln und Fühlen die gleiche Bedeutung bei. Durch diese Vielfalt steigt die Wahrscheinlichkeit, dass jedes Kind dort abgeholt wird, wo es momentan steht und eine individuelle Förderung erfährt. Damit reagieren wir auf die große Heterogenität unserer Kinder im Leistungsbereich, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Jungen und Mädchen, auf die Kinder mit Migrationshintergrund und auf die Benachteiligungen hinsichtlich ihrer sozialen Herkunft.