In den Projekten werden Ernstsituationen geschaffen, in denen soziale, ökologische und politische Sachzusammenhänge inhaltlich erschlossen werden können.
Es geht um die Verwirklichung einer gemeinsamen Idee, zu deren Umsetzung die einzelnen Fächer ihren Beitrag leisten. Das Ziel wird gemeinsam definiert und von der "Projektgruppe" vertraglich festgelegt. Beim Projekt entsteht Ernstcharakter, Wirklichkeit im Klassenzimmer, da innerhalb einer bestimmten Zeit ein unterrichtliches Vorhaben unter realen Bedingungen durchgeführt wird. Der inhaltliche und zeitliche Ablauf ist von der Sache her, nicht vom Lehrer bestimmt. Im Projekt kommt das sich angeeignete Wissen und das erarbeitete Können auf den Prüfstand. Es entsteht Handlungsdruck durch reale Entscheidungen und durch Widerstände, die überwunden werden müssen. Die Ergebnisse werden einer Öffentlichkeit präsentiert und von dort kritisch beurteilt und anerkannt. In Projekte muss ständig gehandelt, problem- und lösungsorientiert gearbeitet werden. Die Sache, die Idee zwingt zu mehrheitlichen, zu demokratischen Entscheidungen. Es müssen laufend Entscheidungen getroffen, Konflikte konstruktiv und Dilemmata situativ gelöst werden, damit das gemeinsame Vorhaben nicht scheitert. Im Projekt wird gemeinsam Verantwortung übernommen. Es wird mit Experten, mit außerschulischen Institutionen und Einrichtungen zusammengearbeitet. Die Kinder fühlen sich dadurch ernstgenommen, weil ohne sie nichts geht.
Im Projekt können die Schülerinnen und Schüler Selbstbewusstsein und Selbstverständnis für sich und Verständnis für andere, Persönlichkeitsmerkmale wie Selbstdisziplin, Einfühlungsvermögen, Einsatzwillen, Durchhaltevermögen, Kritikfähigkeit und die Fähigkeit, alleine, zu zweit und in der Gruppe zu arbeiten entwickeln und entfalten. Im Projekt wird Schule zu einem wichtigen Ort, an dem die geleistete Arbeit, das was man tut, einen echten Gegenwert erhält.

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